Die Bundeszentrale für politische Bildung und Deutschlandfunk Kultur stiften diesen mit 5.000 Euro dotierten Preis seit 2014. Er wird von der Jury an einen Spielfilm aus dem Wettbewerb vergeben, der durch einen unkonventionellen Zugang zu einem gesellschaftsrelevanten Thema auf sich aufmerksam macht. In der Vergabe des Preises ist die Jury frei. Sie kann den Preis dem/der Autor:in, dem/der Produzent:in oder dem/der Regisseur:in des ausgezeichneten Films zusprechen.
Der MAX OPHÜLS PREIS: PREIS FÜR DEN GESELLSCHAFTLICH RELEVANTEN FILM geht an Hannes Schilling für GOOD NEWS.
„Ein Feigling, ein Parasit, ein Hochstapler, ein Monster.
Schonungslos traut sich dieser Film, einen abgründigen, haltungslosen Menschen als Hauptfigur zu erzählen: Ein Mann, der Vertrauen und Gewaltlosigkeit predigt, aber für seine Karriere rücksichtslos Tod und Zerstörung in Kauf nimmt. Aus Scham und aus Angst, nicht zu reüssieren, nicht zu genügen und nicht Manns genug zu sein, hinterlässt er eine Spur der Verwüstung. Die Hölle, die sind hier nicht die anderen – die Hölle, die ist er selbst. Die Figuren werden vielschichtig und nuanciert gezeichnet, ohne sie zu bloßen Tätern oder Opfern zu degradieren. Dieser beklemmende Film trägt seine gesellschaftlich brennenden Themen nicht didaktisch vor sich her, sondern macht diese sinnlich erfahrbar. Hochspannend erzählt diese universelle Parabel von Ausbeutung und Wertelosigkeit, von Manipulation und Macht: zwischen Kontinenten, zwischen arm und reich, zwischen Menschen, zwischen Männern. Dabei lenkt sie den Blick auf unsere eigenen Abgründe und hält uns eiskalt den Spiegel vor.“ Jury Wettbewerb Spielfilm: Félix Koch, Sarika Hemi Lakhani, Lukas Nathrath, Sabine Panossian, Alicia von Rittberg
