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Fossil

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  • Spielfilm von Henning Beckhoff
  • Drehbuch: Bastian Köpf und Henning Beckhoff
  • Zusammen mit dem ZDF u.a.
  • Drehstart 2022

Inhaltsangabe

MICHAEL (61) arbeitet als Bergbautechnologe in einem Braunkohletagebau im Rheinland. Als das Werk plötzlich frühzeitig geschlossen werden soll, werden seine Gewissheiten erschüttert. Sollen vierzig Jahre Festanstellung plötzlich nichts mehr wert sein?
Als Unbelehrbarer, ein Fossil, dem seine Überzeugung wirklich wichtig ist, geht er in den Protest gegen den Grünen Stadtrat HERR CRAMER (71), den er mit seinen Plänen für einen Windpark für seinen Jobverlust mitverantwortlich macht. Blöd nur, dass die beiden direkt nebeneinander wohnen. In einem Neubaugebiet, das im Zuge der Umsiedlung für den Tagebau entstanden ist. Und ausgerechnet mit Herrn Cramer verbringt seine Frau MIRI (62) immer mehr Zeit. Michael fühlt sich verraten. Mit seinem einzigen Freund und Arbeitskollegen HEIKO (50), zieht er in einen Kampf gegen den Kohleausstieg. Denn beide vereint der Glaube, dass der Strukturwandel ein großer Fehler ist. Auch der Besuch der im Ruhrgebiet lebenden Tochter ANJA mit ihrem Sohn TONI bestärkt Michael in seiner Sorge um die Zukunft. Sein geliebter Enkel trägt plötzlich Kleider und hat lackierte Fingernägel. Außerdem muss Michael sich beim Abendessen gefallen lassen als “alter, weißer Mann” bezeichnet zu werden. Überfordert mit dem Wandel der Zeit und dass sein Arbeitgeber sich plötzlich für erneuerbare Energien einsetzt, kündigt er seinen Job. Denn Michael steht zu seinen Sachen und will sich nicht verbiegen lassen. So sehr, dass seine Frau schließlich ihre Sachen packt und abhaut. Michael ist zum ersten Mal ungewollt auf sich allein gestellt.
In seiner Verzweiflung lernt er Herr Cramer besser kennen und ist überrascht, dass die beiden Männer auch etwas miteinander verbindet. Der Verlust eines Menschen und der Wunsch nach Anerkennung durch Arbeit. Michael will mit einer letzten Protestaktion beweisen, dass er noch immer gebraucht wird und wird zu Schadensersatz verklagt. In Michael wachsen die Zweifel auf der richtigen Seite zu stehen, deshalb versucht er die Veränderungen an sich selbst und seinem Umfeld zuzulassen. Als Heiko bei einer Demo den Vorgarten von Herrn Cramer besetzt, distanziert er sich von seinem besten Freund und versucht Miri zurückzugewinnen. Doch dafür ist es bereits zu spät. Seine Frau hat zum ersten Mal eine Entscheidung getroffen, bei der sie nur an sich selbst gedacht hat. Sie will nicht mehr zurück zu Michael und stößt ihn damit in eine tiefe Krise. Ein Selbstmordversuch geht schief und ausgerechnet Herr Cramer schafft es Michael eine neue Perspektive zu geben. Michael scheint bereit für einen Neuanfang. Sogar ein Job im geplanten Windpark steht in Aussicht. Bis er erfährt, dass auch die neue Aufgabe ihm nicht die Anerkennung bringen wird, die er sich erhofft hat. Am Tag von Miris Auszug läuft Michael los, um sich endgültig von der Braunkohle zu verabschieden und akzeptiert, die Komplexität der Welt und dass er selbst nur ein kleines Rad im Getriebe ist.